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Alberto di Fabio

Die Inspirationen für seine Malerei schöpft Alberto di Fabio aus der Natur. Anfang der Neunzigerjahre malte er Gebirgsformationen, wie vom Flugzeug oder Weltraum aus gesehen. Nun richtet sich sein Blick noch genauer auf die Erde und deren Lebensformen - dem Mikrokosmos. Visuell erinnert das dichte Geflecht von Farben, Formen und Strukturen seiner Bilder an chemische Reaktionen, an mikroskopische Untersuchungen: vibrierende Kompositionen in strahlenden Farben, geometrische Grundformen - Trapezoide, Kreise und Ellipsen - schwirren auf den Bildflächen wie pulsierende Partikel. In der Repetition erhalten diese Motive fast symbolhafte Wirkung, werden zu "Icons". Alberto di Fabio schöpft  die Energie für seine Arbeit während seiner Reisen und Aufenthalte fernab der Metropolen, wo er lebt, malt und auch ausstellt. Seine Bilder entstehen in kontemplativer Weise - detailreiche, vielschichtige Überlagerungen trägt er auf Seidenpapier auf. Die trockende Farbe wirft das Papier ein wenig auf und bedingt jene  besondere malerische Qualität, die sich nicht auf den ersten Blick klassifizieren lässt. Als Unter-bzw Hintergrund für seine Bilder dienen dem Künstler bedruckte Papiere, die in tradizionellen asiatischen Zeremonien verwendet werden. Ihre Motive handeln - wie bei di Fabio - vom Kreislauf des Lebens. Bei di Fabio geht es jedoch weniger um die spirituellen, als um ökologischen und strukturellen Zusammenhängen der in der Natur wirkenden Kräfte. Die Bildträger reihen sich im Raum aneinander. Serien von ähnlichen und gleichzeitig mutierenden Formationen gruppieren sich zu frei hängenden, schwerelosen Bildinstallationen. Di Fabios Dynamik der Formen wie auch seine berauschenden Farbexplosionen laden den Raum gleichsam auf - "radiating energy"