Inhaltsbereich

Der meist in New York lebende, in regelmässigen Abständen ins Engadin zurückkehrende Fotokünstler zeigt poetische Engadiner Landschaften, Bergbilder von rauer Schönheit und Aufnahmen von unverklärten Wäldern. Im Spannungsfeld von alpiner Unberührtheit schafft Florio Puenter Visionen urtümlicher Landschaften - frei von zivisilatorischen Eingriffen, dabei lösen sich die Grenzen zwischen Dokumentarfotografie und einer künstlerischen Aussage auf. "Seine Kunst ist eine zurückhaltende, auf Effekte verzichtende und wohl deswegen so eindringliche wirkende". Für seine Neuaufnahmen nutzt Puenter als Handwerkzeug auch eine Grossbildkamera, die durch die Langsamkeit ihrer Handhabung bereits in eine Absage an den Schnappschuss und möglichen Alltagshektik darstellt. Puenters Bilder sind konzeptionell geplant und entstehen in Anlehnung an frühzeitliche Fotografien. Bei Puenter ist dabei ein kreatives Spannungsfeld entstanden, mit dem er die Grenzen des Begriffs "Dokumentarfotografie" kontinuierlich ausweitet. Diese Darstellungsweise verknüpft der Fotograf aber durchaus auch mit ernsthaften Überlegungen, was in einigen hundert Jahren von unserer heutigen Zivilisation wohl noch übrig sein wird und wie zukünftige Generationen unsere Relikte wohl bewerten werden. Die Bilder geben darauf vielfältige Antworten.